| GUTE VORSATZE FILTERVORSÄTZE RICHTIG EINSETZEN  Man kann seine ganze Kameratasche mit Filtern füllen. Viele davon sind überflüssig, einige sollte man besitzen, ein paar gehören aber ganz sicher in jede Ausrüstung. Denn einige Problemfälle lassen sich nur mit den richtigen Filtern lösen. Dem Fotografen bietet sich mittlerweile eine schier unbegrenzte Auswahl an Filtervorsätzen, die das Bild ganz unterschiedlich manipulieren: Sie können Tonwerte korrigieren, Kontraste verbessern und fahlen Farben im Bild einfach ein wenig mehr Brillanz verleihen oder eine ganze Szenerie vor bloßem Auge in eine weiße Traumlandschaft verwandeln, Regenbögen und Nebelschwaden einfügen und ganze optische Sinnestäuschungen herbeizaubern. Klingt doch eigentlich interessant, könnte man meinen. Doch wenn es um den Einsatz von Filtern geht, scheiden sich die Geister wie auf nahezu keinem anderen Gebiet der Fotografie: Der eine Fotograf findet unter den mehreren Hundert Farb- und Formfiltern eine schier unbegreifbare Spielwiese. Der andere bevorzugt eine möglichst natürliche Bildwirkung. Er wird auch mit einer digitalen SLR auf Vorsatzlinsen weitgehend bis ganz verzichten. Filter sind eben Geschmackssache – zumindest wenn es um sogenannte Effekt und Kreativfilter geht. Einig ist man sich dagegen allenfalls darin, dass ein simples transparentes Schutzfilter (Protection- Filter) das Objektiv vor Wasser, Schmutz und Staub schützt. Und dass ein gutes Korrekturfilter ab und an ganz nützlich sein kann: Letzteres verbessert Kontrast, Belichtung und Farbsättigung einer Aufnahme nämlich so subtil, dass man den Effekt eigentlich gar nicht bemerkt. Zum anderen schützt es auch ganz nebenbei die Frontlinse der Kamera vor ungewollten Einwirkungen. Doch was unterscheidet ein vorgesetztes Hardware-Filter, wie man es eigentlich aus der analogen Fotografie kennt, von dem umfassenden Filterrepertoire, das heute eine gute Bildbearbeitungs- Software bietet? Schließlich kann man digitale Bilder später am Rechner nachbearbeiten, Farben intensivieren, Kontraste verbessern und unschöne Farbstiche mit wenigen Mausklicks beseitigen. Stimmt. Zudem sind diese Korrekturen jederzeit reversibel. Aus Gewohnheit und Bequemlichkeit ziehen viele Fotografen dennoch ein passendes Vorsatzfilter vor, das Farben und Tonwerte schlichtweg einfacher und schneller bereits bei der Aufnahme korrigiert. Hauptargument ist aber, dass selbst gute Bildbearbeitungen die wichtigsten Filter für den digitalen Gebrauch nicht oder nur unzureichend ersetzen. So simulieren sie ein Polfilter etwa nur eingeschränkt, den Effekt eines Graufilters können sie im Prinzip gar nicht imitieren.  | DIGITALTAUGLICHE FILTER Nicht jedes Filter ist im Zeitalter der digitalen Fotografie also wirklich notwendig, einige machen aber durchaus Sinn. Wir stellen Ihnen in diesem Artikel die wichtigsten Digitalfilter vor und geben Ihnen einen kleinen Ausblick in die Welt der schier unzähligen Kreativfilter, die es mittlerweile gibt. Ob Sie sich zu den experimentierfreudigen Fotografen oder eher zu den Puristen zählen – in jedem Fall sollten Sie beim Kauf unbedingt darauf achten, dass das Filter digitaltauglich (mehrfach vergütet) ist. Einfache Filter, die in der analogen Fotografie Anwendung finden, können bei Digitalkameras nämlich zu Lichtreflexen und Geisterbildern führen. Die Hersteller optischer Vorsatzgläser bieten aus diesem Grund bereits spezielle Digitalserien an, die Filter umfassen, die eben von Bildbearbeitungsprogrammen nicht oder nur mangelhaft simuliert werden können und zudem den besonderen Anforderungen hochempfindlicher CCD- und CMOS-Sensoren gerecht werden. Der japanische Hersteller Hoya etwa nennt sein Digitalprogramm „Pro 1 Digital“: Es umfasst ein hoch vergütetes Sortiment an Nahlinsen, Polfilter, Weichzeichner, Protection-, UV- und Graufilter. Erkundigen Sie sich also vorher oder sichten Sie das umfangreiche Broschürenmaterial, das viele Hersteller auf Ihren Websites zum Download anbieten. | KORREKTURFILTER UV- UND SKYLIGHTFILTER: KLARE SICHT Eigentlich gar nichts falsch machen können Sie mit den beiden Schönwetterlieferanten UV/IR-Sperr- und Skylightfilter, die es etwa von Hama, Heliopan oder Hoya gibt. Sie eignen sich besonders für Aufnahmen in Gebieten mit erhöhter UV-Strahlung, also im Hochgebirge oder Küstenbereich, um Farbfehler unsichtbarer UV-Strahlung zu korrigieren: Der UV-Sperrfilter reduziert den ultra- Die japanische Firma Hoya bietet eine spezielle Digitalserie: Die Pro 1 Digital umfasst etwa eine Nahlinse, Polfilter, Protection-, UV-Filter. violetten Anteil des Himmelslichts, der so oft bei Landschaftsaufnahmen zu blaustichigen Farbsäumen und dunstigen Unschärfen führt (deshalb auch Dunstfilter genannt). Die Bilder gewinnen an Brillanz, bläuliche Schleier werden reduziert bis vermieden. Weil das Glas farblos ist, verändert sich mit diesem Filter aber von der Blaustichbeseitigung abgesehen weder die Farbwiedergabe der Aufnahme, noch ist etwa eine längere Belichtungszeit nötig, um einen Lichtverlust auszugleichen. Sie können also getrost im Auto-Modus Ihrer Kamera fotografieren. Darüber hinaus erfüllt das Filter damit ganz nebenbei die Aufgabe eines Protection- Filters: Es schützt die vorderste Objektivlinse vor Schmutz und Feuchtigkeit. Ganz ähnlich funktioniert das Skylight- Filter. Es sperrt ebenfalls UV-Strahlung, ist aber zusätzlich bernsteinfarben und erwärmt so leicht den Gesamtton der Aufnahme. ND- ODER GRAUFILTER: LICHTSCHLUCKER Ein weiterer völlig farbneutraler Filtertyp ist das Neutraldichtefilter (ND-Filter), auch Graufilter genannt. Es reduziert je nach Stärke die Lichtmenge, die auf den Sensor fällt um mehrere Blendenstufen. Typisches Einsatzgebiet des Filters sind längere Belichtungszeiten bis Langzeitbelichtungen oder Aufnahmen mit offener Blende bei Tageslicht. Auch bei sehr hellem Umgebungslicht kann das Filter hilfreich sein, etwa mittags in einer verschneiten Berglandschaft, am Strand oder generell in südlichen Ländern mit starker Sonneneinstrahlung. Beispiel: Längere Verschlusszeiten, wie man sie typischerweise einsetzt, um etwa fließendes Wasser weicher zu gestalten, sind an einem sonnigen Tag allein durch eine kleinere Blende nicht mehr zu realisieren – die Aufnahme ist ohne Graufilter mit einer Verschlusszeit von einer halben Sekunde oder mehr überbelichtet. Mit richtig langen Verschlusszeiten, von bis zu mehreren Sekunden, kann man belebte Plätze quasi „menschenleer“ fegen. Um einen starken Lichtschlucker kommt man dann aber auch bei Regenwetter nicht mehr herum. In anderen Situationen, etwa einem Porträt, möchte der Fotograf gerne mit offener Blende fotografieren. Diese sorgt für eine geringe Schärfentiefe, sodass sich das Hauptmotiv vor einem unscharfen Hintergrund schön abhebt. Ist es zu hell, stößt man mit den kürzesten Belichtungszeiten der Kameras (meist 1/1000 oder 1/2000 Sekunde) und lichtstarken Objektiven (etwa Blende f2,0) schnell an die Grenzen. Erst mit einem Graufilter lässt sich die Blende ganz öffnen. | | Das Filter ist in verschiedenen Stärken erhältlich. Leider haben sich die Hersteller nicht auf ein einheitliches Kennzeichnungssystem geeinigt. Zumeist geben sie den Dichtewert des Filters als Zehnerexponent an (etwa B&W). So bedeutet ND 1,0 eine Verlängerung der Belichtungszeit um den Faktor 10 (aus 1/100 Sekunde wird also 1/10 Sekunde); ND 2,0 verlängert die Belichtungszeit bereits um den Faktor 100 und ND 3,0 um den Faktor 1.000. Cokin weicht mit seinem weit verbreiteten Filtersystem von dieser üblichen Terminologie ab und bezeichnet den Wirkungsgrad ihrer ND-Filter mit Blendenverlusten, wobei „2x“ einen Lichtverlust von einer Blende Bezeichnet, „4x“ von zwei Blenden und „8x“ von drei Blenden. Als schwacher Graufilter kann im Prinzip auch ein Polfilter (siehe unten) dienen. Dieser schluckt etwa 1,5 Blendenstufen Licht, was manchmal schon ausreicht. Werden zwei Polfilter – um 90 Grad gegeneinander gedreht – eingesetzt, ist der Effekt noch deutlich stärker. POLFILTER: FARBENZAUBERER Das wohl vielseitigste und interessanteste Filter ist das Polarisationsfilter, abgekürzt Polfilter, das in die Tasche eines jeden Landschafts- und Naturfotografen gehört. Es zeigt seine volle Wirkung bei Sonnenschein, indem es reflektiertes (polarisiertes) Licht teils beziehungsweise ganz unterdrückt. Somit lassen sich störende Spiegelungen und grau schimmernde Reflexe auf allen glatten, nicht metallischen Oberflächen (Spiegel, Glas, Farben, Kunststoff, Wasser, ...) verhindern. Man kann somit problemlos Menschen oder Gegenstände hinter einem Fenster oder Fische am Grund eines Wasserlaufs fotografieren, die ohne Polfilter teils oder gar nicht sichtbar sind. Ganz nebenbei sorgt das Filter für eine brillantere Farbwiedergabe und stärkere Kontraste: Blattgrün wirkt saftiger, das Himmelsblau intensiver und der Kontrast zwischen Himmel und Wolken stärker. Zwar lässt sich der Effekt des Polfilters mittlerweile tatsächlich auch mit einem guten Software-Filter imitieren. Die Nik Color Efex Pro Sammlung (www.nikmultimedia.com) etwa hat ein Polfilter im Repertoire, das Blätter und Himmel tatsächlich nachträglich um einiges sättigt. In einem Punkt ersetzt das Software-Filter seinen klassischen Hardware- Kollegen allerdings nicht: Spiegelungen können Sie damit nachträglich nicht mehr entfernen. Ein Polfilter wird ebenfalls vorne in das Objektiv eingeschraubt. Anders als andere Filter besitzen Polfilter aber eine Drehfassung, an der sich die Filterwirkung präzise justieren lässt. Hat das Objektiv kein Frontgewinde, kann man es notfalls auch mit der Hand vor das Objektiv halten. Inzwischen bieten zudem mehrere Hersteller auch hier alternative Lösungen an, etwa zum Anbringen des Filters ans Stativgewinde oder per Magnetadapter (Cokin, Heliopan). Es gibt lineare und zirkulare Polfilter, die sich in ihrer Bauweise etwas unterscheiden. Generell wird konstruktionsbedingt für Digitalkameras und Camcorder ein zirkulares Polfilter empfohlen. Das klassische Polfilter an sich hat keine Eigenfarbe, auch wenn seine Oberfläche oft bläulich schimmert beziehungsweise es mittlerweile auch farbige Nuancierungen davon gibt. Je nach Wirkungsgrad schluckt ein Polfilter allerdings bis zu 1,5 Blenden Licht, sodass bei geschlossenen Blenden oft lange Belichtungszeiten notwendig sind. Die Verwacklungsgefahr nimmt zu. Denken Sie also immer an ein Stativ im Gepäck! KREATIVFILTER Effektfilter gibt es mittlerweile wie Sand am Meer in den ungewöhnlichsten Versionen. Zwar sind sie weniger im technischen Sinn wichtig, dafür hoch interessant in kreativer Hinsicht. Von einfachen Färbungen oder Verläufen über reizvolle Umrahmungen bis hin zu kuriosen optischen Sinnestäuschungen reicht ihr Angebot. Ob und welches Filter Sie einsetzen möchten, ist eine Frage des Geschmacks. Puristen hassen Effektfilter, selbst wenn diese nur als Korrekturfilter zum Einsatz kommen. Experimentierfreudige lieben sie. überstrapazieren sollten Sie einen Effekt aber keinesfalls, auch wenn es noch so reizt. Wir stellen Ihnen Farb- und Verlauffilter hier als Kreativfilter vor, obwohl sie im Prinzip auch zum Bereich der Korrekturfilter zählen. Als reine Technikfilter haben die farbigen Vorsätze aber in der digitalen Fotografie teils (mit Ausnahme des Grauverlaufs) an Stellenwert verloren. | | . GRADATIONS- ODER VERLAUFFILTER: PERFEKTE KONTRASTE Ein Verlauffilter gehört zum Standardwerkzeug vieler Fotografen: Es spielt sein Potenzial insbesondere bei Landschaftsaufnahmen aus. Das Filter ist ein nur zur Hälfte gefärbter Neutraldichtefilter: In der Mitte verblasst es und wird durchsichtig. Es lässt sich damit bereits bei der Aufnahme die Farbbalance und Tonwerte verschiedener Bildpartien ausgleichen. Zwar kann man beides, teils auch die Nachbearbeitung, am Rechner noch retten oder verbessern. Allerdings führt etwa eine Aufhellung von Bildteilen oft zu unerwünschtem Farbrauschen. Sinnvoller ist es deshalb, bereits bei der Aufnahme schwierige Kontraste und Farbunterschiede auszugleichen. Verlauffilter gibt es in den unterschiedlichsten Tönungen. Farbige Verläufe wie Tabak, Orange oder Blau schaffen oder verstärken Stimmungen: Ein Orangefilter zaubert einen Sonnenuntergang ins Bild, Gelb erfrischt, ein Blaufilter unterkühlt die Bildwirkung, Tabak spiegelt Melancholie, Vergänglichkeit wider. Besonders oft wird jedoch das Grauverlauffilter verwendet. Es hat den Vorteil, die vorhandenen Motivfarben nicht zu verändern, sondern lediglich abzudunkeln. Damit kann man sehr gut Kontraste angleichen, um bei einer Landschaft etwa den Hintergrund gegenüber dem Vordergrund abzudunkeln und so dem Bild eine perfekte Belichtung oder auch mehr Dramatik zu verleihen. Auch etwa ein greller Schneevordergrund gegenüber einem verblassenden Hintergrundpanorama lässt sich mit einem Grauverlauf anpassen Durch Verschieben des Filters in der Steckfassung und Verwendung der Arbeitsblende kann man den Bereich bestimmen, den das Filter erfassen soll. Um die Teilung der zwei Farbhälften und die Farbintensität zu intensivieren, sollten Sie eine kürzere Brennweite mit einer kleineren Blende wählen. Bei der Belichtungsmessung bringt meistens die Mehrfeld- oder die Intergralmessung die besten Resultate. Ob Sie dabei die automatische oder manuelle Belichtungseinstellung Ihrer Kamera wählen, hängt davon, welches Resultat Sie wünschen: Der Automatik-Modus belichtet richtig. Manuell können Sie dramatisieren, etwa einen Himmel unterbelichten, die bedrohliche Wirkung also steigern. Besitzt Ihre Kamera die Möglichkeit, Belichtungsreihen (Bracketing) anzufertigen, sollten Sie davon Gebrauch machen, und mit verschiedenen Belichtungen spielen, um das beste Ergebnis zu erzielen. Arbeiten Sie mit farbigen Verlauffiltern, müssen Sie den Weißabgleich Ihrer Kamera manuell einstellen. Ein automatischer Abgleich würde der Wirkung des Filters entgegensteuern. Bestimmen Sie also einen Festwert und schalten Sie die Automatik ab. FARBFILTER (KONVERSIONSFILTER): KUNTERBUNT UND SCHWARZ-WEISS Einfarbige Filter werden klassischerweise bei Aufnahmen auf Schwarz-Weiß- Film eingesetzt. Gelegentlich findet man sie auch bei Farbaufnahmen. Ein Farbfilter ändert die Grauwertbalance von Schwarz-Weiß-Bildern, indem es jeweils seine komplementäre Farbe absorbiert. Häufig verwendete Konversionsfilter in der Schwarz-Weiß-Fotografie sind Rot-, Orange- und Gelbfilter, die den Blauanteil insgesamt dämpfen. Violett, Blau und Grün werden von einer rot gefilterten Aufnahme fast nahezu geschluckt, während die Rottöne stark aufgehellt werden. So lassen sich tief anmutende, effektvolle Aufnahmen generieren. Ein blauer Himmel wird mit einem Rotfilter dramatisch dunkel dargestellt, alles Rote wie Hauttöne dagegen hell. Orange- und Gelbfilter zeigen einen ähnlichen Effekt, nur schwächer. Analog verhalten sich Blau- und Grünfilter: Sie zeigen alles Blaue und Grüne hell und Rotes dunkel. Bei Farbaufnahmen beseitigt ein Farbfilter Farbstiche. Ganz plakativ lassen sich damit aber auch irreale, psychedelische Darstellungen generieren – passend, wenn die Aufnahme etwa im grafischen Bereich verwendet werden soll. An digitalen Bildern kann man den Farbfiltereffekt prinzipiell allerdings weitaus einfacher und präziser nachträglich mit einer geeigneten Software erzielen. Der Einfluss des Umgebungslichtes (Farbstiche) kann zudem an einer Digitalkamera über die manuelle Auswahl der geforderten Farbtemperatur (Motivprogramm) sowie den Weißabgleich hervorragend korrigiert werden. Eine Ausnahme besteht im Bereich der Mischlichtfotografie, wo das Blitzlicht auf das Umgebungslicht angepasst werden kann. OPTISCHE EFFEKTFILTER Eine ungeahnte Spielwiese findet der experimentierfreudige Fotograf im Bereich der optischen Effektfilter und Spezialvorsätze: Prismen, Stern- und Ringfilter, Weichzeichner und Nahlinsen sind die bekanntesten Vertreter dieser umstrittenen Spezies. Die digitale Bildbearbeitung hat viele dieser Filter zwar überflüssig gemacht. Nicht aber alle. Eine lohnende Anschaffung ist etwa eine Nahlinse (Makrofilter). Digitale SLRs besitzen zwar schonhervorragende Nahaufnahmeeigenschaften. Mit einem speziellen Makrovorsatz geht es aber einfach noch näher heran. Sie schrauben dazu diese in Ihr Objektiv ein, bringen sie per passendem Adapter oder Magnet an oder – klingt schrecklich, funktioniert aber – halten sie einfach per Hand vor das Objektiv. Um wirklich beeindruckende Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie aber unbedingt zu einer Linse mit einer höheren Dioptrienzahl (sieben oder mehr) greifen. Ringfilter (auch Spot oder Centerspotfilter) sind nur in der Mitte klar und heben in diesem Bereich das Motiv hervor. Alles rundherum, zum Bildrand hin, wird weich gezeichnet oder farblich abgeschattet. Bei der Bildgestaltung mit farbigen Ringfiltern sollten Sie allerdings besonders darauf achten, dass die Aufnahme damit nicht zu „kitschig“ wirkt – es sei denn natürlich, Sie beabsichtigen dies. |