VOILA_REP_ID=C12573FA:002965E0
Willkommen bei RINGFOTO Kontakt | Impressum | Händlerzugang

TIERFOTOGRAFIE-SPEZIAL
Haustiere gekonnt in Szene setzen
Hund Katz&Co.


Normalerweise sind Haustiere treue Wesen. Um sie aber einigermaßen gut auf ein Foto zu bringen, brauchen Sie weit mehr als viel Geduld und eine schnelle Kamera. Wir verraten Ihnen, wie Sie Katz und Co. perfekt in Szene setzen.

Sie gehören auch zu den knapp 25 Millionen Deutschen, die einen Zwei-, Vier- oder Nochmehr-Beiner stolz Ihr Eigen nennen können? Dann ehört Ihr treuer Haus- und Lebensgefährte sicherlich zu Ihren Lieblingsmotiven. Bestimmt haben Sie aber auch schon festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, Hase Karl oder Katerchen Picasso tatsächlich gut ins Bild zu setzen. Gerade eben blickte die treue Seele noch in Ihr Kameraobjektiv. Just als Sie den Auslöser drücken, ist Ihr Tier mit einem Satz aus dem Sucherbereich verschwunden. Damit die Aufnahmen professionell werden, kommt es auf die richtige technische Umsetzung an. Wir haben für Sie die besten Tipps und Bildideen der Tierfotografie zusammengestellt.

Vertrauenssache
Die gute Nachricht zuerst: Als Fotograf von Haustieren bringen Sie einen entscheidenden Vorteil mit: Das Tier kennt Sie, ist an Menschen gewöhnt und wird folglich nicht ganz so schnell die Flucht ergreifen, wie ein Tier in freier Wildbahn. Wollen Sie Ihren treuen Gesellen allerdings einigermaßen passabel ablichten, läuft ohne Zeit und Geduld wenig.

Machen Sie sich dazu Ihre Kenntnisse über das Tier und seine Artgenossen zunutze und legen Sie sich auf die Lauer: Hase Hoppel putzt sich nur unter dem Sofa, wenn er sich sicher und unbeobachtet fühlt. Hündchen Bello spielt am liebsten am späteren Vormittag und dann mit einem roten Softball. Viel wichtiger ist aber noch: Sie müssen Ihren Liebling regelrecht bestechen, denn ohne läuft in der Regel rein gar nichts. Ihr Vorteil dabei: Sie als Haustierbesitzer wissen am besten, wie und wann Sie ihren Liebling fangen. Mit begehrten Leckereien und interessantem Spielzeug zur richtigen
Tageszeit führen Sie Regie und halten Ihr Tierchen bei Laune. Lenken Sie es dabei so, dass es im richten Augenblick in die Kamera oder daran vorbeiblickt.

Alternativ können Sie natürlich auch einfach ein bekanntes Tiergeräusch nachahmen, um die Aufmerksamkeit zu erhaschen. Steht Ihnen eine zweite Person zur Seite, binden Sie diese unbedingt als Assistenten ein. Die Person steuert geschickt Ihren Liebling mit den richtigen Hilfsmitteln, während Sie sich ganz auf das Fotografieren konzentrieren können.

Generell sollten Sie dabei mit einer etwas längeren Brennweite ab 80 Millimeter (KBbezogen) arbeiten. Damit können Sie zu Ihrem Tier einen gewissen Sicherheitsabstand einhalten. Es wird also nicht bereits flüchten, sobald Sie den Auslöser betätigen. Außerdem wirken die Proportionen damit insgesamt natürlicher. Fotografieren Sie mit einem Zoomobjektiv, achten Sie beim Kauf bereits darauf, dass dieses möglichst leise arbeitet und Ihr Tier nicht durch das Motorgeräusch erschrickt. Sehr wichtig ist zudem eine Kamera mit möglichst kurzen Auslösezeiten. Braucht die Kamera eine halbe Ewigkeit, um die korrekte Belichtung zu ermitteln, bringt selbst der schnellste Fotograf das geduldigste Tier kaum aufs Bild.

Richtig inszenieren Im Prinzip kennen Sie Ihren Hausgenossen ziemlich gut. Schließlich verbringen Sie tagtäglich mit Ihrer Katze Kuscheleinheiten auf dem Sofa, spielen mit Ihrem Hund im Garten oder trällern gemeinsam mit Vögelchen Piepmatz ein Morgenlied. Sie wissen also, was Ihr Tier mag, wie es reagiert, wo es sich wohlfühlt und was sein Interesse weckt. Dennoch ist für Sie beide ein Foto-Shooting doch eine eher ungewöhnliche Sache. Sorgen Sie deshalb zunächst für eine Umgebung, in der sich Ihr Tier wohl und geborgen fühlt. Bauen Sie dazu bekannte
Accessoires ein – die Lieblingsdecke, das Körbchen oder ein Knochen. Ihr Tier bleibt Ihnen so zudem am natürlichsten in Erinnerung.

Egal, ob Sie im Freien oder in einem Raum fotografieren: Sorgen Sie unbedingt für einen ruhigen Hintergrund. Störende Backgrounds sind nämlich der Hauptgrund für misslungene Heimtierfotos. Weiche, leicht unscharfe Hintergründe gelingen mit einem Tele- oder Makro-Objektiv und einer möglichst großen Blendenöffnung (kleine Blendenzahl). Legen Sie die Schärfe dabei auf die Augen des Tieres. Im Haus können Sie mit wenig Aufwand auch schöne Kulissen nachbauen, etwa eine grüne Mooslandschaft für einen Hamster oder ein Strohnest für das Kaninchen. Verschieden platzierte Pflanzen oder Gegenstände simulieren dabei Dreidimensionalität, die wiederum Raumtiefe vermittelt. Weit hübschere Aufnahmen als im Käfig ergeben sich auch, wenn Sie kleine Nager einfach auf einen Tisch setzen. Ohne viel Mühe können Sie einen perfekten Hinter-/Untergrund inszenieren. Ein farbiger Fotokarton oder ein weißes Leintuch reicht dazu völlig aus. Eine Gardine vor dem Fenster sorgt für eine weiche Ausleuchtung. Zur sogenannten goldenen Stunde am späten Nachmittag nutzen Sie draußen wie drinnen das natürlich warme
Umgebungslicht.

Nicht blitzen
Regel Nummer zwei: Verzichten Sie bitte unbedingt darauf, so weit es geht und die Lichtverhältnisse es zulassen, den Blitz zu verwenden. Sehr viel schneller nämlich noch als bei uns Menschen produziert ein Blitz bei Tieren farbige Lichtreflexe im Auge. Je nach Tierart leuchten die Augen
in den verschiedensten Farben: Rot, Grün, Gelb oder sogar Blau. Der Grund: Hinter der Netzhaut der Tiere befindet sich eine spiegelnde Schicht (sogenanntes Tapetum), die dafür sorgt, dass Tiere nachts besser sehen können. Das Blitzlicht wird folglich nochmals reflektiert.

Vor allem tritt dieser Effekt übrigens mit dem integrierten Blitz der Kamera auf, da dieser direkt neben dem Objektiv und somit näher an der optischen Achse sitzt. Blitzen Sie nicht, profitieren Sie von einem weiteren Vorteil: In der Regel können Sie so leichter nochmals auf den Auslöser drücken, da das Tier nicht bereits beim ersten Auslösen durch das grelle Blitzlicht erschrickt.

Wollen oder müssen Sie unbedingt mit Blitz fotografieren, macht ein sogenannter Bouncer (oder eine Softbox), den Sie vor dem Reflektor anbringen, das Licht weicher. Nebenbei reduzieren sich dadurch auch störende dunkle Schlagschatten. Bei einigen Blitzgeräten gehört ein solcher Kunststoffvorsatz bereits zum Lieferumfang. Eine große Auswahl separat kaufbarer Modelle bieten die beiden Hersteller Lumiquest (www.lumiquest.com) und StoFen (www.stofen.com).

Die besten Ergebnisse erreichen Sie, wenn Sie Ihr Modell mit einem guten Aufsteckblitz „indirekt blitzen“: Sie drehen den Reflektor dazu gegen die Zimmerdecke. Die Decke wirkt dabei wie ein Flächenstrahler, der das Motiv gleichmäßig ausleuchtet. Besonders edel wirken dabei Aufnahmen, bei denen Sie zudem schräg hinter dem Motiv einen Zweitblitz positionieren, den Sie drahtlos zünden. So entstehen hübsche Spitzlichter und interessante Lichtreflexe im Fell. Bedenken Sie bei der Methode des indirekten Blitzens aber, dass das Licht dabei einen längeren Weg zurücklegen muss. Leitzahl und Lichtleistung Ihres Blitzgeräts reduzieren sich also entsprechend.

Licht: Manuell nachhelfen
Bei problematischen Lichtsituationen, etwa wenn Sie eine schwarze Katze im Schnee fotografieren, empfiehlt es sich, eine manuelle Belichtungskorrektur vorzunehmen. Grund: Der Schnee ist grell und reflektiert viel Licht, sodass die Kamera sich im Normalfall auf ein viel zu helles Motiv einstellt. Die Folge: Das Hauptmotiv, die schwarze Katze, ist unterbelichtet. Um das zu verhindern, wählen Sie im Aufnahmemenü Ihrer Kamera eine manuelle Belichtungskorrektur um ein bis zwei Blendenstufen nach oben.

Ebenfalls einen entscheidenden Einfluss auf die Belichtung hat zudem die gewählte Messfeldsteuerung: Bei der Matrix-Messung etwa wird der Bildausschnitt gleichmäßig in mehrere Messfelder aufgeteilt. Diese werden einzeln ausgemessen und die Belichtung errechnet daraus einen Mittelwert. Bei der mittenbetonten Messung hingegen bildet die Mitte des Suchers den Schwerpunkt. Sie ist damit die typische Messmethode für gute Porträts. Optimal für sehr kleine Tiere ist die sogenannte Spotmessung, die nur einen kleinen Punkt in der Mitte des Bildes ausmisst. Im jeweils gewählten Automatik- Modus („Landschaft“, „Porträt“, „Makro“) verwendet Ihre Kamera die günstige Messmethode natürlich automatisch.

Farbkontraste setzen
Was bei vielen Tieren nicht besonders edel wirkt, kann bei Kleinvieh – Hamstern, Kaninchen, Meerschweinchen – regelrecht entzücken: das Fressen. Sonnenblumenkerne betonen die kleinen Proportionen vor einem Hamster und stellen eine schöne Farbwiederholung zum Fell her. Eine knallgelbe Möhre setzt interessante Kontraste zu einem schwarzen Kaninchen. Sehr einfach lassen sich so im Prinzip auch Wellen- oder Nymphensittiche in Szene setzen. Positionieren Sie den kleinen Piepmatz auf dem Zeigefinger, wählen Sie eine möglichst offene Blende und eine lange Brennweite, sodass der Hintergrund angenehm absumpft. Kombinieren Sie dazu knallige Hintergrundfarben (Fotokarton), entstehen besonders farbenprächtige Erinnerungen.

Bewegungsunschärfe umgehen
Besonders dynamische Bilder entstehen, wenn man Tiere in Aktion, sprich bewegend, laufend, spielend fotografiert. Halten Sie dabei den Ausschnitt möglichst klein und wählen Sie eine kurze Belichtungszeit. Damit die Bewegungen nicht zu arg verwischen, fotografieren Sie mit einer Belichtungszeit von 1/250 s oder noch kürzer. Fangen Sie etwa ein flottes Hündchen bei der Balljagd ein, kann schon mal eine Belichtungszeit
von 1/500 s nötig sein. Benutzen Sie die Zeitvorwahl (TV) Ihrer Kamera, um die Verschlusszeit festzulegen. Die dazu passende Blende ermittelt die Kamera so automatisch. Alternativ wählen Sie einfach das Motivprogramm „Sport“ (zumeist gekennzeichnet mit einem Sprinter).

Tierbilder in Serie
Durch das Betätigen des Auslösers wird oft bereits die Neugierde des Tieres geweckt. Nutzen Sie die Gelegenheit, mal eine ganze Fotoserie festzuhalten. Serienbilder (gekennzeichnet bei den meisten Kameras im Menü durch mehrere aufeinanderfolgende Rechtecke) eignen sich auch, um unvergessliche Aktionen Ihres Vierbeiners festzuhalten: Kater Kecks, der einem Ball hinterherjagt, Hund Benno beim Stöckchenspiel oder Vogel Pepino eindrucksvoll beim Flugstart.

Spiel mit Perspektiven
Im Prinzip entstehen die harmonischsten Aufnahmen, wenn Sie Ihr Tier in natürlichen Proportionen ablichten. Alles andere wirkt oft unecht und einfach nur geknipst. Dazu sollten Sie möglichst auf Augenhöhe mit Ihrem Tier gehen – nur so kommt der Blick Ihres Hundes etwa zur Geltung. Wählen Sie dazu eine Normalbrennweite mit rund 50 Millimeter (KB-bezogen).

Dieser Aufnahmewinkel entspricht am ehesten dem des menschlichen Auges, wirkt daher sehr realistisch. Um dem Bild Spannung zu verleihen, achten Sie darauf, dass das Tier außerhalb der Bildmitte platziert ist.

Wollen Sie hingegen ein Detail – etwa die langen Beine einer Dogge oder das Häufchen Katze im Blumentopf betonen, wagen Sie versuchsweise mal die Frosch- oder Vogelperspektive. Mit dem richtigen Dreh können damit unter Umständen ganz gute Aufnahmen entstehen, wenngleich die Proportionen natürlich nicht mehr stimmen. Wem es gefällt: Von unten wirkt alles noch viel größer und mächtiger, von oben kleiner. Nutzen Sie eine Weitwinkeloptik, um den Effekt wie durch ein Vergrößerungsglas zu verstärken.

Gitterstäbe ausblenden
Fotografieren Sie Ihren Hamster oder Hasen im Käfig, kann dieser zwar nicht weglaufen, dafür ergibt sich ein anderes Problem: Zwischen Ihnen und dem Objekt der Begierde stören hässliche Gitterstäbe. Mit einem einfachen Trick zaubern Sie den Stall einfach weg. Benutzen Sie eine lange
Brennweite und gehen Sie dabei möglichst nah heran, verschwimmen die Stäbe im Vordergrund. Wählen Sie zudem eine niedrige Blendenzahl, also große Blendenöffnung, und stellen Sie auf das Tier scharf, verschwinden die Stäbe ganz.

Innig: Nahaufnahmen
Auf einem Bild muss nicht immer das ganze Tier abgebildet sein. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche – etwa die Augen oder Schnurrbarthaare – und nehmen Sie ruhig nur einen Ausschnitt. Katzen und Hunde etwa haben sehr interessante Gesichter. Ohren und Körper dürfen ruhig angeschnitten sein. Die meisten Digitalkameras besitzen einen speziellen Makromodus, gekennzeichnet etwa mit einer Blume auf
dem Einstellrad. Damit können Sie ohne Qualitätseinbußen sehr nahe an kleine Tiere herangehen. Oft ist eine Annäherung bis auf ein paar Zentimeter möglich. Reicht der Abstand nicht, um das Tier formatfüllend abzubilden, schneiden Sie den Ausschnitt später am Rechner zu.

Tiere mit Kindern
Beziehen Sie doch mal Ihre Kinder ins Shooting mit ein. So entstehen ganz besonders schöne Erinnerungen. Auf einem hübschen Familienfoto sollte der Hund ebenfalls nicht fehlen. Auch eine andächtige Pose von Hund und Herrchen vor einem schönen Hintergrund macht sich gut.
Bei kleineren Tieren eignen sich Profilaufnahmen: So sieht man viel mehr vom geliebten Vierbeiner, als wenn er nur auf dem Arm sitzt.

Händlersuche
Hier finden Sie den
RINGFOTO Händler
in Ihrer Nähe.




Copyright 2010 by Ringfoto Kontakt | Impressum | Händlerzugang

* Alle genannten Preise auf dieser Website nur gültig in den teilnehmenden Fachgeschäften. Bitte erkundigen Sie sich beim Fachhändler Ihrer Wahl. Keine Mitnahmegarantie in den Fotofachgeschäften. Diese entscheiden selbst, ob sie hier vorgestellte Angebote führen und vorrätig halten oder auf Bestellung liefern. Adressen finden Sie in unserer Händlersuche auf dieser Website.